Vorbereitungen für Südamerika
1. Ohrpasstücke
Unser erster Weg zur Vorbereitung der "großen Reise" führte uns in das veträumte Kurörtchen "Bad Bevensen".
Dort kann man nämlich nicht nur prima Ausflüge hin starten (liegt mitten in der Lüneburger Heide) - nein,
dort gibt es einen jungen, ambitionierten Hörgeräteakustiker! -Wer jetzt meint, die würden da nur tatterigen
Greisen zu neuen Klangerlebnissen verhelfen der irrt gewaltig.
Wir haben uns dort mit den beiden Inhabern getroffen und uns angepasste Gehörschützer anfertigen lassen.
Ich muss sagen, dass ich wirklich beeindruckt war von dem Laden, der tadellosen Beratung und der schnellen Lieferung.
Schön, dass es so etwas in der "Service-Wüste Deutschland" noch gibt!
Anbei gibt es, um auch die Augen in dieses eher akustische Erlebnis mit einzubeziehen, ein paar Aufnahmen vom "Herstellungsprozess".
Nochmal vielen, lieben Dank an:
Kurpark Hörgeräte
Brückenstrasse 16
29549 Bad Bevensen
Tel.:05821-992791
2. Spanischkurs in Sevilla / Conil
...oder: Auf den Spuren von Don Quixote und Sancho Panza Info dazu hier!
Tabellarischer Kurzüberblick:
| Reisedaten Andalusien | |||
| Zeitraum | Städte | Mitreisende | Bemerkungen |
| 22.09.2006 bis 09.10.2006 | Sevilla/Conil | Andrea, Angelika, Pia | Vejer,Tarifa,Ronda |
| Einige GPS-Koordinaten (WGS 84) | |||
| Ort | Stadt | Koordinaten | Bemerkungen |
| Schöne Tapas Bar | Sevilla | N37 23.551 W5 59.361 | Empfehlung von Barbara |
| Triana | Sevilla | N37 22.978 W6 00.436 | Unser Appartement |
| Busbahnhof | Sevilla | N37 22.910 W5 59.193 | Von hier aus geht's überall hin. |
| Rio Guadalquivir | Sevilla | N37 23.240 W6 00.168 | Lauschiges Plätzchen für Picknicks |
| Das Hostel "Las Palomas" | Jerez d.l.Frontera | N36 40.915 W6 07.994 | "Das" Hostel am Platz |
| Conil | Conil d.l.Frontera | N36 16.914 W6 05.538 | Unser Appartement in Conil |
| Die "Schule" | Conil d.l.Frontera | N36 16.711 W6 05.327 | Academia Atlantika |
| Bushaltestelle | Conil d.l.Frontera | N36 16.748 W6 05.119 | Busse nach Cadiz |
| Meeresenge | Tarifa | N36 00.352 W5 36.537 | Links Atlantik, rechts Mittelmeer |
| Surfer Scenecafé | Tarifa | N36 00.715 W5 36.067 | Nur coole Surfer |
| Ausblick | Tarifa | N36 03.233 W5 33.028 | Toller Blick auf Afrika |
Kartenüberblick!! (Powered by GoogleMaps)
Nachdem Condor uns sicher von Hamburg nach Jerez de la Frontera gebracht hatte, konnte das motorradlose Abenteuer losgehen.
Der erste Eindruck von Jerez, einer Stadt die ausschließlich für einen Exportartikel nämlich den Sherry bekannt ist, war der
einer niedlichen kleinen Vorstadt. Irgendwie mutete vieles hier schon recht afrikanisch an und so zog uns bisweilen der
Duft typisch marokkanischer Märkte durch die Nase.
Für Besserwisser: Der Name des Branntweines "Sherry" resultiert daher das die Engländer Schwierigkeiten bei der Artikulation des spanischen Wortes Jerez, mit J wie CH gesprochen, hatten. Sie tauften das Getränk kurzum in "Sherry" um.
Ein weiterer Unterschied zu einer vergleichbaren deutschen Kleinstadt war ebefalls eklatant.
Es wimmelte hier überall nur so von Kindern, Babies, schwangeren Müttern und Kinderwägen.
Wow, ich denke das Wort "Alterspyramide" dürfte keine spanische Entsprechung haben bzw. ein solches Phänomen hier kein Problem sein. Unglaublich, wie selbst zu später Stunde noch scheinbar unbegleitete "Kinderhorden" durch Straßen und Plätze vagabundieren.
Die Spanier sind, so scheint es, wenigstens so gute Kaufleute wie Eltern. So kam es denn auch, dass wir uns -ohne es zu ahnen- ein dekadentes Mahl genehmigten. Was zunächst harmlos als Tapas Essen geplant war entwickelte sich später, begünstigt durch unser schlechtes Spanisch, zu einem Feuerwerk der Art "Lukullus".
Das die Gambas doch nicht Teil unseres ohnehin schon teuren Menu waren, offenbarte schließlich die infernale Rechnung.
Na gut schließlich fährt man nicht häufig nach Jerez und steigt dann auch noch in einem der wahrscheinlich angesagtesten Hostels ab. Das "Las Palomas" jedenfalls gefällt. Nicht uns und wahrcheinlich auch keinem anderen durchschnittlichen Mitteleuropäer -verantwortlich dafür sind z.B. die 1,70 Meter niedrigen Zimmertüren und der Lärm bei Nacht- aber es hatte seinen gewissen Charme.
Gefunden haben wir den zwar nicht, aber dafür kostete uns dieses Erleben auch nur 28 Euronen.
Das morgendliche Frühstück nahmen wir sodann außerhalb ein, das Hostel bot dergleichen nichts. So kam es denn das uns kein geringerer als "Jesus" in einer Bar das Frühstück servierte.
Lange blieben wir denn auch nicht mehr in dieser schönen Stadt und fuhren um 13.00 Uhr, zusammen mit unserer "Mitschülerin" Angelika, mit dem Bus nach Sevilla(nach ihrem arabischen Namen "Isbiliya" benannt).
Angelika kam aus Bremen und sprach bereits sehr gut spanisch, wodurch sie uns Vieles organisatorisches erleichterte.
Zwei Stunden später waren wir in der ca. 700.000-Einwohner-Stadt Sevilla (auch "NO 8 DO" genannt) angekommen. Kurz zuvor hatte es kräftig geregnet, was offenbar zu einer allgemeinen Verunsicherung der Spanier, speziell der Verkehrsteilnehmer, geführt hatte.
Die Folgen - Stau und Chaos auf den Strassen.
Ungünstiger weise mussten wir nun zunächst zum Büro der Academia Atlantika, um dort die Schlüssel zu unserer Wohnung abzuholen.
Diese lag jedoch in einem ganz anderen "Barrio", wie hier die Stadtteile genannt werden.
Das wir mit unserer Wohnung, trotz weiteren Weges, Glück hatten erfuhren wir später von Angelika.
Diese hatte es nicht ganz so gut getroffen und war in einer WG mit zahlreichen Studenten und einer südamerikanischen Vermieterin gelandet. Sicher mehrere Garanten, die nicht synonym für Ruhe und Entspannung stehen.
In unser recht komfortabel eingerichtetes Vier-Zimmer-Appartement sollten sich aber auch noch zwei Mitschülerinnen gesellen.
Diese trafen etwas später ein und hießen Andrea und Pia (alias Pina Colada).
Andrea kam aus Köln und arbeitet dort für ein sehr interessantes, kirchliches Stipendiatenprogramm für Studenten aus Ländern der dritten Welt. Sie war daher schon viel herumgereist und sprach bereits gutes Spanisch.
Pia war nun die Jüngste von uns. Die angehende, sympathische Lehrerin für Spanisch und Politik kommt aus dem beschaulichen Kreuztal, im Siegerland. Wer jetzt sagt "kenne ich nicht", der sei hiermit an das allseits bekannte "Crombacher"-Bier erinnert. Dieses, so versicherte mir die von uns allen mit Abstand beste Spanisch-Schülerin, stamme aus einem Nachbarort Kreuztals.
In der ersten Woche sollten wir vier noch jede Menge Spaß miteinander haben. So gab es jeweils gute Gespräche beim gemeinsamen Kochen (Paella, Tagliatelle, ...) und Ausflügen.
Besonders hervorzuheben ist hier sicher der Abend in der gemütlichen Flamenco-Bar. Überhaupt war unser "Barrio" Triana das allerbeste. Nur einen kurzen Augenblick entfernt vom wunderschönen Rio Guadalquivir (der Name leitet sich von seinem arabischen Namen "al-wad al-kabir" ab) ließen wir so manchen Abend im milden, spätsommerlichen Klima ausklingen.
Wer nun denkt wir hätten nur gefeiert irrt. Während der Nachmittage waren wir jeweils extrem fleissig.
So wurden wir am Ende der ersten Woche Unterrichts tatsächlich zwei Kurse höher gestuft und hatten also einen Kurs übersprungen. Wow.
Wir haben Sevilla reich an Kultur und wunderschön empfunden. Daher hier noch einige Bilder von Sevilla's schönsten Ecken:
Am Ende der ersten Woche mussten wir uns leider von Sevilla, seiner dortigen Schule (danke Barbara und Cecilia) und der lieben, ins Herz geschlossenen, Andrea trennen. Für sie ging es bereits zurück nach Köln, da sie Conil bereits hinter sich hatte.
An dieser Stelle breche ich gerne mal eben eine Lanze für das Spanische Verkehrswesen.
Die Busse der "Amarillo-Linie", oder derer Wettbewerber decken ganz Spanien mit einem ausgeklügelten Streckennetz ab.
Für schlappe 10 Euro gelangten wir z.B. von Sevilla in das 150 km entfernte Conil.
Was mich aber, neben diesen günstigen Konditionen, noch am meisten verblüffte war die punktgenaue Abfahrt!Helm ab dafür!
Mit an Board war unsere bereits oben kurz erwähnte, neue Mitbewohnerin, Angelika aus Bremen.
Gemeinsam mit Ihr bewohnten wir (wohl dank ihrer Verhandlungskünste bei der Academia Atlantika) ein super geniales Appartement, mit eigenem Pool.
In der folgenden, zweiten Woche waren wir an den Nachmittagen nicht mehr ganz so strebsam, da doch öfter der Strand mit seinen Verlockungen rief. Das Baden im Atlantik ist auch um diese Jahreszeit ein Traum mit 20 Grad Celsius.
Dies wurde jedoch durch eine etwas größere Unterrichtsklasse (in der ersten Woche genossen wir zu zweit Einzelunterricht) und eine geniale Lehrerin (danke Rosa) kompensiert, sodass auch die zweite Woche ein voller (Lern-)Erfolg wurde.
Das Zusammenleben mit unserer neuen Mitbewohnerin Angelika war sehr entspannt und so wurde auch hier fleißig gekocht (Moussaka, etc.pp.) und der berühmte "Tinto de verano" angemischt. Kein Wunder vor dem Hintergrund dass Angelika in Bremen ein Restaurant betreibt. Wir hatten es also wieder sehr gut getroffen!
Legendär waren die gemeinsamen Abende mit den anderen Studenten in den Tapas-Bars, oder der lauschigen Flamenco-Bar und dem berühmt berüchtigten Palo Palo

Leider ging auch die zweite Woche viel zu schnell herum und was uns noch blieb war ein angehängtes, verlängertes Wochenende.
Wer nocheinmal wehmütig mit uns zurückblicken möchte, der bekommt hier ein Livebild des "Plaza de Espana", in Conil!(Gesponsort von www.conil.de)
Wir mieteten uns einen Leihwagen und fuhren noch einige Städte wie Cadiz, Ronda, Tarifa, Gibraltar, etc. an.
Ein wunderschöner Ausklang für eine sehr angenehme und "lehrreiche" Urlaubsreise!
Vielen Dank nochmal an die Academia Atlantika! Es war ein genialer Urlaub und ein sehr guter Unterricht. Wir werden Euch empfehlen!
Danke auch an unsere lieben Mitbewohner Andrea, Angelika und Pia. Es war toll Euch kennen zu lernen und wir würden Euch gerne mal wieder treffen!!
3. Spanischkurs in Hamburg / Instituto Cervantes
Um unsere Spanischkenntnisse weiter zu vertiefen haben wir uns entschlossen einen weiterführenden Kursus in Hamburg zu besuchen. Sehr empfehlen können wir an dieser Stelle das Instituto Cervantes.
In Hamburg sehr zentral gelegen (2 Gehminuten vom Hauptbahnhof), befindet sich das Institut im wunderschönen Gebäude am sogenannten "Hühnerposten 1". Ebenfalls dort ansässig ist deren Kooperationspartner, das Goethe-Institut.
Wir haben hier eine Menge gelernt und bedanken uns ganz besonders bei unserer Lehrerin Isabel.
